Grimselbahn
Der Grimseltunnel Meiringen-Oberwald soll als Kombinationsprojekt für Starkstromübertragung und touristischen Bahnverkehr realisiert werden, wobei sich die Kosten auf beide Nutzungen verteilen. Die neue Verbindung würde Berner-Oberland-Bahn, Zentralbahn, Matterhorn-Gotthard-Bahn und Rhätische Bahn verknüpfen und damit neue Direktverbindungen ermöglichen. Insbesondere das touristische Potenzial einer Bahnverbindung von den Zentren Interlaken und Luzern in den zentralen Alpenraum wird als hoch eingeschätzt. Die strukturellen Effekte, etwa im Bereich der Standortförderung, werden dagegen zurückhaltender beurteilt. Sehr hoch fallen die zusätzlichen Betriebskosten aus, da keine bestehenden Leistungen ersetzt werden und keine Eigenwirtschaftlichkeit zu erwarten ist.
Die Realisierung des Grimseltunnels ist zeitlich auf die nächsten Jahre angewiesen. Da das Projekt in der Variante BIF-14 (Periode 2025–2045) nicht als prioritär eingestuft wird, müsste in diesem Fall darauf verzichtet werden. In der Variante BIF-24 hingegen erscheint eine Priorisierung möglich, insbesondere im Hinblick auf die im Bundesbeschluss geforderte Verbesserung des Zugangs zu Tourismusregionen (Bund 2019).
Das Bahnprojekt verbindet Meiringen (BE) mit Oberwald (VS). Zwischen Meiringen und Innertkirchen verkehrt die frühere Meiringen-Innertkirchen-Bahn, die seit 2021 von der Zentralbahn betrieben wird. Ab Innertkirchen beginnt die Neubaustrecke, die in offener Linienführung zum Nordportal des rund 22 Kilometer langen Grimseltunnels führt. Im Tunnel bewältigt die Bahn eine Steigung von bis zu 6 Prozent und erreicht zunächst die Haltestelle Guttannen in einer seitlich offenen Galerie. Es folgt die unterirdische Haltestelle Handeck, die rund 30 Meter tief liegt. Nach Handeck wird auf etwa 1’400 m ü. M. der Kulminationspunkt erreicht, bevor das Südportal direkt beim Bahnhof Oberwald auf der Ostseite ausmündet.
Die Gesamtstrecke zwischen Meiringen und Oberwald ist 27,6 Kilometer lang. Davon müssen lediglich 0,9 Kilometer im freien Gelände neu gebaut werden; der überwiegende Teil verläuft unterirdisch. Die einspurige Strecke kann dank Zwischenangriffen in Guttannen und Handeck bautechnisch in drei Abschnitte gegliedert werden, was Bauzeit- und Kostenrisiken reduziert. Die Teilstrecken messen rund 6,6 Kilometer (Innertkirchen–Guttannen), 4,7 Kilometer (Guttannen–Handeck) und 10,2 Kilometer (Handeck–Südportal).
Die Grimselbahn stand bereits im Jahre 1860 zur Diskussion als mögliche Alpentransversale, das Projekt verlor jedoch schnell durch den Bau des Gotthardtunnels an Bedeutung.
Grimselbahn AG
Hier gehts zur Webseite der Grimselbahn AG: www.grimseltunnel.ch
IG Grimseltunnel
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Dokumente
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| Grimseltunnel-News 2/2025 (PDF, 1.89 MB) | Download | 0 | Grimseltunnel-News 2/2025 |