Medienmitteilung - Informationen aus dem Gemeinderat

17. September 2026

Am Montag, 14. September 2026, fand die neunte Sitzung des Gemeinderats Meiringen im Jahr 2026 statt. Nachfolgend informiert er über einige Geschäfte aus der Sitzung:

Grimselbahn - Genehmigung Vernehmlassung zur verkehrsträgerübergreifenden Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse: Verkehr '45
Die Grimselbahn ist als eines von sieben Schlüsselprojekten für die Realisierung im Rahmen des Ausbaus der Bahninfrastruktur vorgesehen. Der Bundesrat hat am 19.06.2026 das UVEK beauftragt, bei den Kantonen, den politischen Parteien, den Dachverbänden der Gemeinden, Städte und Berggebiete und interessierten Kreisen zur «Vorlage zur Verkehrsträgerübergreifenden Bewältigung der Mobilitätsbedürfnisse: Verkehr ‘45» ein Vernehmlassungsverfahren durchzuführen.

Im Rahmen der laufenden Vernehmlassung bekundet die Einwohnergemeinde Meiringen ihre Unterstützung für den Grimseltunnel und die Realisierung der Grimselbahn. In einer Stellungnahme unterstützt die Einwohnergemeinde Meiringen die generelle Stossrichtung der Vorlage und insbesondere die Aufnahme des Grimseltunnels als strategisches Netzelement. Für die Gemeinde und die gesamte Region Haslital Brienz stellt der Grimseltunnel eine einmalige Chance dar, die Verkehrserschliessung, die Energieinfrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung des Berggebiets gemeinsam und nachhaltig zu stärken.

Stiftung Historisches Erbe der Zentralbahn - Finanzierung für Sanierung des Schüttelbechers und vom Trudi
Die Stiftung Historisches Erbe der Zentralbahn setzt sich für den Erhalt, die Restaurierung und den Betrieb historischer Fahrzeuge der zb Zentralbahn AG und ihrer Vorgängerbahnen ein. Seit dem 1. Januar 2021 gehört auch die Meiringen-Innertkirchen-Bahn zur Zentralbahn. Zu den erhaltenswerten Fahrzeugen zählen der «Schüttelbecher» und die «Trudi». Die Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, beide Fahrzeuge zu restaurieren und betriebsfähig zu erhalten. Die Kosten für die Restaurierung belaufen sich auf rund CHF 370'000. Der «Schüttelbecher» soll im zweiten Halbjahr 2026, auch im Hinblick auf das 100-Jahr-Jubiläum der Bahn, wieder in Betrieb genommen werden. Die Restaurierung der «Trudi» wurde vorläufig zurückgestellt. Die Sanierung ist abhängig von der Finanzierung und den verfügbaren Personalressourcen und wird voraussichtlich 2027 oder 2028 umgesetzt. Der Gemeinderat genehmigt einen einmaligen Beitrag an die Sanierung des Schüttelbechers von CHF 5'000 zu Lasten des Kurortserneuerungsfonds.

Rechnungsprüfungsorgan – Wahlvorschlag z.H Gemeindeversammlung vom 14.12.2026
An der Gemeindeversammlung vom Dezember 2023 wurde die Lehmann + Bacher Treuhand AG, Meiringen, als Rechnungsprüfungsorgan für die verbleibende Amtsdauer von 2024 bis Ende 2026 gewählt. Per 1. Januar 2027 ist eine Wieder- oder Neuwahl erforderlich. In den vergangenen Jahren wurde das Mandat des Rechnungsprüfungsorgans jeweils öffentlich ausgeschrieben und der Gemeindeversammlung verschiedene Vorschläge unterbreitet. Die Stimmberechtigten entschieden sich dabei wiederholt für ein einheimisches Unternehmen, unabhängig vom Ergebnis der Ausschreibung. Auch die Finanzkommission hat das Geschäft beraten und empfiehlt die Weiterführung der Zusammenarbeit mit der Lehmann + Bacher Treuhand AG. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 14. Dezember 2026 die Wiederwahl der Lehmann + Bacher Treuhand AG als Rechnungsprüfungsorgan für die Legislaturperiode 2027 bis 2030.

Schulraumplanung Oberstufenzentrum Meiringen - Genehmigung Bericht
Der Gemeinderat beschloss im Oktober 2023 die Erstellung einer Schulraumplanung für das Oberstufenzentrum und bewilligte dafür einen Verpflichtungskredit von CHF 30'000. Nach der Ausschreibung und aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen im Jahr 2025 wurde der Leistungsumfang der bestbewerteten Offerte angepasst und auf das verfügbare Nachkreditvolumen reduziert. Eine Arbeitsgruppe hat zusammen mit der Zeitraum Planung AG, Luzern, die Analyse erarbeitet. Der Bericht kommt zum Schluss, dass die bestehende Schulanlage Kapellen für die künftig erwarteten 10 Oberstufenklassen grundsätzlich geeignet ist. Der grösste Handlungsbedarf besteht beim Ersatz der Pavillons, einer Lösung für einen Band-/Musikraum sowie der qualitativen Aufwertung der Pausenflächen. Insgesamt handelt es sich um eine Optimierungsstrategie mit gezielten Neubauten, die mittelfristig umgesetzt werden sollen, statt einer umfassenden Erweiterung der Schulanlage. Der Konzeptbericht wurde dem Gemeinderat vorgestellt und diskutiert sowie an der Sitzung genehmigt.

Vernehmlassung zum Velowegnetz
Das Bundesgesetz über die Velowege verpflichtet die Kantone seit dem 1. Januar 2023 zur Planung und Umsetzung von Velowegnetzen für den Alltagsverkehr. Der Kanton Bern hat diese Aufgabe den Regionen übertragen. Für das Berner Oberland Ost erarbeitet die Regionalkonferenz Oberland-Ost (RKOO) die Regionale Velowegnetzplanung (RVNP). Ziel ist ein sicheres und zusammenhängendes Velowegnetz zwischen wichtigen Wohn-, Arbeits-, Schul- und Dienstleistungsstandorten. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für den kantonalen Sachplan Velowegnetz und bilden die Basis für die weitere Planung und Umsetzung durch die Gemeinden. Für Veloverbindungen mit kantonaler Netzfunktion sind grundsätzlich Kantonsbeiträge möglich. Der Gemeinderat hat eine Mitwirkungseingabe genehmigt.

Diverse
Der Gemeinderat hat die Ausgaben von CHF 50'000 auf 61'000 nach Offerteneingang für den Einbau einer Entrauchungsanlage in der Tramhalle genehmigt. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die maximale Personenzahl wieder auf 400 Personen zu erhöhen. Im Zusammenhang mit dem Projekt «Überwachung Zaunstrasse», das Ende 2026 abgeschlossen wird, hat der Gemeinderat einen Nachkredit von CHF 11'000 bewilligt. Zum Projektabschluss sind nochmals Holzerei- und Felsräumungsarbeiten vorgesehen. Die Kosten werden zu 80 % vom Kanton getragen. Weiter wurde die Abrechnung des Verpflichtungskredits die Arbeiten rund um die Erschliessungs-, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung im Gebiet Gemeindematten genehmigt. Der Gesamtkredit von CHF 98'000 wurde mit einer Kreditunterschreitung von CHF 35.75 abgeschlossen. Der Gemeinderat hat zudem die Unterlagen der Planungsverfahren ZPP 7 / UeO «Rumpel» sowie ZPP 8 «Zumbrunnmatte» für die Vorprüfung durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung genehmigt. Schliesslich hat der Gemeinderat die Stellungnahme zur Vernehmlassung über die künftige Postversorgung verabschiedet. Darin wird die Bedeutung einer verlässlichen Grundversorgung für regionale Zentrumsgemeinden wie Meiringen hervorgehoben.

Weitere Auskünfte erteilt:
Daniel Studer, Gemeindepräsident, Telefon 033 972 45 60

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