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05. Februar 2010

Entscheid über Einstellung des Projektes Badeanlage Meiringen

Medienmitteilung der Projektgruppe Badeanlage

pd. Die Arbeitsgruppe Projekt Badeanlage Meiringen hat entschieden, das Projekt Bade- und Sportanlage einzustellen. Die Abklärungen haben ergeben, dass das Projekt nicht ohne externen Investor umgesetzt werden kann und dass vorallem auch der zukünftige Betrieb der Anlage erhebliche jährliche Defizite auslösen würde.

Da sowohl im Hallenbad und im Freibad Investitionsbedarf besteht, haben die Dorfgemeinde und die Einwohnergemeinde gemeinsam eine Projektgruppe eingesetzt, welche Abklärungen getroffen hat, ob allenfalls an einem neuen Standort eine neue Badeanlage mit Hallenbad, Freibad und Wellnessbereich inklusive Nutzung von Thermalwasser realisiert werden könnte. Das Ziel des Projekts war, durch Nutzung von Synergien die Betriebskosten für die beiden Bäder zu reduzieren. Ein Grundstück bei der Tennishalle wurde als geeigneter Standort angesehen, um auch zusätzliche Synergien mit der Tennis- und Kletterhalle zu nutzen.


Eine Marktanalyse hat aufgezeigt, dass das Marktpotenzial vorhanden ist - vorallem auch mit der Möglichkeit der Nutzung von Thermalwasser aus der benachbarten Privatklinik Meiringen. Der erarbeitete Businessplan sollte Klarheit über die Realisierbarkeit des Projektes schaffen. Mit einer notwendigen Gesamtinvestition von CHF 27 Mio. ergab die Planerfolgsrechnung ein Defizit der Bereiche Hallenbad und Freibad. Nur mit dem Bereich Therme und Spa könnte ein Gewinn erzielt werden, dieser würde jedoch nicht ausreichen, das Defizit der anderen Bereiche zu decken. Somit wären zukünftige Erneuerungen der Anlage in Frage gestellt. Zudem wäre bereits für die Realisierung des Neubaus ein externer Investor notwendig. Zusätzlich wurde abgeklärt, ob eine Lösung mit kleineren Investitionskosten gefunden werden kann. Diese Variante würde jedoch trotzdem zu hohen Defiziten in der Betriebsrechnung führen und kaum Synergien mit Tennis- und Kletterhalle erlauben. Mit diesen Voraussetzungen sind dafür kaum private Investoren zu finden. Aus diesen Überlegungen hat die Projektgruppe entschieden, den beiden Gemeinden die Einstellung des Projektes zu beantragen.


Gemeinderat und Dorfrat unterstützen diese Überlegungen. Die Dorfgemeinde wird auch zukünftig das bestehende Freibad betreiben und die dort notwendigen Investitionen vornehmen, sofern die finanziellen Möglichkeiten dies erlauben. Die Einwohnergemeinde setzt nun eine neue gemeindeinterne Arbeitsgruppe ein, welche die Möglichkeiten eines Um- und Ausbaus des bestehenden Hallenbades zusammen mit der notwendigen Sanierung der Doppelturnhalle prüft. An der Gemeindeversammlung vom 04.12.2008 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einem Verpflichtungskredit für einen Planungskredit für das Projekt Bade- und Sportanlage in der Höhe von CHF 300'000.– zugestimmt. Aufgrund der veränderten Situation wird dieser Kredit an der Rechnungsgemeindeversammlung vom Juni 2010 wieder zu schliessen sein. Allenfalls wird für ein Folgeprojekt ein neuer Verpflichtungskredit beantragt.


Gemeinde- und Dorfrat sind der Meinung, dass ein Ausbau des Angebotes mit Wellness vorallem der touristischen Ausstrahlung dient und deshalb nicht zu den Kernaufgaben der öffentlichen Hand gehört. Der Vorstand von Haslital Tourismus hat vorgesehen, an einer Klausurtagung die Wichtigkeit der Badeanlagen für den Tourismus in der Region zu diskutieren.



Weitere Informationen erteilen:

• Susanne Huber, Gemeindepräsidentin Telefon 079 455 64 81

• Otto Berchtold, Dorfobmann Telefon 033 971 39 61


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