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Wappen der Gemeinde Meiringen


Wappen von Meiringen
Wappen der Gemeinde Meiringen
Meiringen ist der Hauptort des ehemaligen Amtsbezirks Oberhasli. Daher verwendet die Gemeinde das Wappen des Amtsbezirks: einen mit goldener Krone geschmückten schwarzen Adler auf goldenem Grund. Der gekrönte Adler ist genauso lange das Wahrzeichen der Region, wie das Oberhasli ein geschlossenes politisch-soziales Gemeinwesen darstellt. Das blieb auch so, als die Landschaft 1834 zum Amtsbezirk aufstieg und dafür die sechs politischen Gemeinden eigenständig wurden. Keine Gemeinde hielt es für notwendig, sich ein besonderes Wappen auszusuchen. Brauchte man ein Wappen, wählte man den Adler.

Heraldische Konsequenz (Heraldik=Wappenkunde) und Ordnungsliebe hätten jedoch Anfangs des 20. Jahrhunderts gerne klar zwischen Kantons-, Amtsbezirks- und Gemeindewappen unterschieden. Vielerorts wehrten sich traditionsbewusste Bürger gegen dieses Anliegen – so auch im Oberhasli, wo ein Teil der Gemeinden nicht auf den Adler im Wappen verzichten wollte. Meiringen verwarf einen Vorschlag der kantonalen Wappenkommission, die einen schwarzen Turm auf goldenem Grund vorschlug (altes Wappen des Wernher von Resti). Man habe schon immer den Hasli-Adler im Wappen getragen, so die Gemeindebehörde. Bern könne daher seine Bemühungen um eine Wappensänderung einstellen. Meiringen erhielt schliesslich seinen Adler, mit der einzigen Einschränkung, dass das verlangte alte silberne Kreuz auf der Krone im neuen Wappen aus heraldischen Erwägungen golden sein müsse.

Heute führen Meiringen und drei weitere von sechs Oberhasler Gemeinden, durch einen Regierungsratsbeschluss vom 12. November 1946 anerkannt, den Adler im Wappen.



Wieso ein Adler im Wappen?
Sagen und Lieder berichten davon, dass eine kriegerische Hasler-Schar das Banner mit dem schwarzen Kaiseradler Anfang des 5. Jahrhunderts, respektive im Jahr 829 von Rom heimgebracht habe. Dies ist jedoch kaum möglich, da es ein so beschaffenes kaiserliches Feldzeichen in jener Zeit noch gar nicht gab.

Wohl galt ein Adler, der auf einem Szepter oder einem langen Schaft befestigt wurde, als Sinnbild römischer Macht in Frieden und Krieg. Doch erst unter den hohenstaufischen Kaisern (1138-1254) wurde der Adler das ausgesprochene Abzeichen der Reichsgewalt.

Infolge der Kreuzzüge und Ritterspiele wurde das Wappenwesen eine neue Mode, und der Adler erschien immer häufiger auch auf den Schilden und Fahnen der vom Kaiser belehnten Fürsten. Zu jener Zeit sind wahrscheinlich etliche Hasler in fremden Diensten zu Felde gezogen. Die Vermutung liegt nahe, dass falls siegreich heimgekehrte Hasler eine Fahne mit dem Adlerbild ins Land gebracht haben, sie dies zur Hohenstaufenzeit taten.



Quelle: aus «Geschichte der Landschaft Hasli» von Gottlieb Kurz und Christian Lerch








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